Trauriger Rekord: 68,5 Millionen auf der Flucht

Foto: Gerd Altmann/pixabay

Es ist ein trauriger Rekord, den UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi anlässlich des heutigen Weltflüchtlingstags zu vermelden hatte: 68,5 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr auf der Flucht. Das sind mehr Menschen als Großbritannien oder Frankreich Einwohner haben. Entgegen landläufiger Meinungen insbesondere aus dem rechten Lager sucht aber nur jeder siebte von ihnen in den Industrieländern des globalen Nordens Schutz vor Verfolgung. 80% der Menschen kommen in einem Nachbarland unter, oft unter prekären Bedingungen. Nach Deutschland kamen in 2017 gerade einmal 186.644 Asylsuchende – was sicherlich auch mit der Abschottungsstrategie der EU zu tun hat.

2015 war die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in Deutschland noch fünfmal so hoch, und viele Menschen fragten sich, ob es gelingen würde, mit den Herausforderungen der »Flüchtlingskrise« umzugehen. Unter diesem Eindruck begann unser Autor Peter S. Kaspar mit dem Schreiben seines Romans »Der gute Mensch von Assuan«. Darin versucht er sich an einem Gedankenexperiment: Was wäre, wenn man Flüchtlingen eine Perspektive eröffnet, sie ansiedelt und für den deutschen Arbeitsmarkt qualifiziert statt sie in Notunterkünften einzukasernieren? Könnten davon nicht alle profitieren? Sein »guter Mensch«, ein ägyptischer Milliardär, der sein Geld mit dem Bau ganzer Städte verdient, wagt dieses Experiment und beginnt damit, ein Flüchtlingsdorf in Mecklenburg-Vorpommern aufzubauen – ein Unterfangen, mit dem er sowohl bei der Berliner Politik als auch bei der lokalen Nazi-Kameradschaft aneckt …

»Es ist verständlich, dass über die Herausforderung der Aufnahme von Flüchtlingen diskutiert wird«, zitiert die UNHCR den Repräsentanten des Hochkommissars in Berlin, Dominik Bartsch. »Leider wird aber kaum über die Chance gesprochen, das Potential dieser Menschen zu nutzen.« Genau das hat Peter S. Kaspar in seinem Buch getan.

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